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Jugend und Parlament 2009

Karin Kortmann mit einer Schülergruppe
Karin Kortmann mit einer Gruppe Schülerinnen und Schüler

Jugendliche: Rein in den Bundestag!

Karin Kortmann, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Düsseldorfer Süden, lädt einen Jugendlichen aus ihrem Wahlkreis 108 für vier Tage nach Berlin ein. Unter dem Motto „Jugend und Parlament“ veranstaltet der Deutsche Bundestag vom 13. Juni bis zum 16. Juni 2009 ein großes Planspiel, in dem 308 Jugendliche aus ganz Deutschland den Weg der Gesetzgebung simulieren. Dabei schlüpfen sie in die Rolle fiktiver Abgeordneter und behaupten sich in Fraktions- sowie Arbeitsgruppensitzungen. Im Plenum debattieren sie schließlich über vier Gesetzentwürfe, die ein europäisches Thema zum Inhalt haben. All dies findet in den Originalräumen des Deutschen Bundestages in Berlin statt. Sämtliche Kosten trägt der Bundestag.

„Jugend und Parlament ist eine großartige Gelegenheit für Jugendliche, sich auf der politischen Bühne auszuprobieren und ‚Abgeordnete auf Zeit’ zu sein!“, erklärt Karin Kortmann. „In diesen vier Tagen erleben die jungen Frauen und Männer den Bundestag, das Regierungsviertel und PolitikerInnen hautnah. Damit wächst auch das Verständnis für politische Vorgänge und unsere Demokratie.“

"Jugend und Parlament 2009"

Bundestagsabgeordnete laden insgesamt 308 Teilnehmer im Alter von 16 bis 20 Jahren ein, um bei Jugend und Parlament (JuP) vier Tage in die Rolle eines Abgeordneten zu schlüpfen. Es werden mehrere Gesetze in Fraktionen, Ausschüssen und dem Plenum beraten und letztlich – je nach Mehrheit im JuP-Parlament – beschlossen. Die Beratungen finden in den Fraktionssitzungssälen auf der Fraktionsebene im Reichstagsgebäude sowie in den Ausschusssitzungssälen im Paul-Löbe-Haus statt. Zu den Plenardebatten dürfen die Teilnehmer sogar in den Plenarsaal, das Herzstück der deutschen Demokratie.

Ziel des Planspiels ist es, die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages nicht nur zu erklären, sondern erleben zu lassen. Selbständiges Handeln bietet lebendige Einblicke in die Abläufe und Funktionen. Um sich in die Rollen der Abgeordneten hineinversetzen zu können, erhalten die Teilnehmer Rollenprofile, welche die zu spielenden Personen charakterisieren und deren politische Prioritäten verdeutlichen.

„Jugend und Parlament 2009“
wird vom 13. Juni bis 16. Juni 2009 stattfinden.
Eine Bewerbung für die Teilnahme beim Besucherdienst des Deutschen Bundestages ist nicht möglich. Da Bundestagsabgeordnete die Teilnehmer benennen, müsste eine entsprechende Anfrage an das Büro im Wahlkreis des Wohnorts gerichtet werden:

Wahlkreisbüro Karin Kortmann Tel. 0211 / 136 22 160
oder E-Mail: Linkkarin.kortmann@wk.bundestag.de
Bewerbungsschluss ist Montag, 20. April 2009.


"Ablauf Jugend und Parlament"

Information zum Konzept und Ablauf des Planspiels „Jugend und Parlament 2009 „Parlamentarische Demokratie spielerisch erfahren“

1. Ziel
Das Planspiel „Parlamentarische Demokratie spielerisch erfahren“ soll einen Beitrag leisten, den Weg der Gesetzgebung für Jugendliche und junge Erwachsene nachvollziehbar zu machen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages kennen und erhalten durch selbständiges Handeln lebendige Einblicke in dessen Abläufe und Funktionen.

Die Mitspielerinnen und Mitspieler übernehmen selbst die Rolle von Abgeordneten. Um ihnen das Hineinversetzen in diese Rollen zu erleichtern, erhalten sie im Losverfahren Rollenprofile, welche die zu spielenden Personen charakterisieren und deren politische Prioritäten verdeutlichen.

Die gesamte Gruppe konstituiert sich als ein kleiner „Bundestag“. Sie bildet „Fraktionen“, setzt „Ausschüsse“ ein und wählt die nötigen Repräsentanten. Als voll handlungsfähiges Parlament wird dann ein kompletter Gesetzgebungsprozess simuliert.
Aufgabe der Spielerinnen und Spieler ist, das Thema zu debattieren und eine Entscheidung herbeizuführen.

2. Akteure

Als Akteure handeln:
Abgeordnete der Fraktion der KVP (Konservative Volkspartei)
Abgeordnete der Fraktion der APD (Arbeiterpartei Deutschlands)
Abgeordnete der Fraktion der LRP (Liberale Reformpartei)
Abgeordnete der Fraktion der PSG (Partei der sozialen Gerechtigkeit)
Abgeordnete der Fraktion der ÖSP (Ökologisch-Soziale Partei)


Unter diesen Abgeordneten nehmen eine Sonderfunktion ein:
Die Vorsitzenden der verschiedenen Fraktionen:
Sie leiten die Sitzungen ihrer Fraktion, versuchen, dort Konsens herzustellen, und sorgen dafür, dass die Position ihrer Partei im Gesetzgebungsprozess bestmöglich zum Tragen kommt. Die Vorsitzenden und Berichterstatter der verschiedenen Ausschüsse: Sie leiten die Debatten in ihrem jeweiligen Ausschuss und sichern, dass die Stellungnahmen zur vorgesehen Zeit übergeben werden.

3. Planspielmethode

Im Rahmen von Planspielen werden komplexe Planungs-, Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse in mehrstufigen Verfahren nachvollzogen. Das Planspiel berücksichtigt die politische Realität so weit wie möglich. Dabei werden jedoch bestimmte Aspekte akzentuiert und zugespitzt. Auf diese Weise kann das Planspiel Interessen, Prozesse und Strukturen verdeutlichen, ohne die Teilnehmenden und den Zeitplan zu überfordern (Prinzip der didaktischen Reduktion). Das Planspiel verfolgt einen handlungs- und erfahrungsorientierten Ansatz: Die Teilnehmenden treten aus der passiven Rolle einer Bürgerin / eines Bürgers in die aktive Rolle einer gestaltenden Akteurin bzw. eines gestaltenden Akteurs (hier: einer/s Abgeordneten). Vor dem Hintergrund einer fiktiven Ausgangslage – dem so genannten Szenario – übernehmen sie für die Dauer des Planspiels eine Rolle.

Auf Basis dieser Rolle handeln sie und verfolgen deren teilweise vorgegebene Interessen und Ziele. Indem die Teilnehmenden in die Haut dieser Akteurinnen bzw. Akteure schlüpfen, können sie Problemlagen verinnerlichen, sich neue Perspektiven erschließen und ein tieferes Verständnis für die ablaufenden Prozesse entwickeln. Das Planspiel ist dabei ergebnisoffen: Die Teilnehmenden bestimmen selbst das Ergebnis ihrer Verhandlungen, das aber nicht ihren wahren Überzeugungen entsprechen muss.

Im Verlauf des Planspiels lernen die Teilnehmenden die Möglichkeiten von Kooperation und Konflikt kennen. Sie üben, ihre eigenen Interessen durchzusetzen, zugleich aber die legitimen Interessen anderer Akteurinnen und Akteure zu berücksichtigen. Für anstehende Fragen und Probleme entwickeln sie innerhalb verschiedener Gremien (Fraktion, Ausschuss, Plenum) Lösungen und Entscheidungen.

4. Ziele und Lernerfahrungen

Weil die Teilnehmenden zu jeder Zeit in ihrem eigenen Interesse handeln, denken undbeobachten und somit permanent den Inhalt des Planspiels im Kopf und vor Augen haben, ist der Lernprozess sehr intensiv. Umfangreiches Wissen wird in kürzester Zeit aufgenommen, reflektiert und umgesetzt. Der erzielte Lerneffekt ist daher sehr groß. Er erstreckt sich auf mehrere Ebenen. Das Planspiel verdeutlicht den Teilnehmenden die Komplexität des Gesetzgebungsverfahren und bietet den Teilnehmenden durch eigenes Erleben einen Zugang zu Themenfeldern, die oft als trocken, komplex und langweilig empfunden werden. Es fördert das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden sowie ihre Fähigkeit, sich selbständig zu orientieren, selbständig zu handeln und eigene Interessen zu vertreten. Gefördert wird ferner die Kreativität und Strategiefähigkeit der Teilnehmenden und es wird trainiert, sich in die Perspektive anderer Personen zuversetzen. Die Simulation schult verschiedene Arbeitstechniken (Textarbeit, freies Reden, Diskussionen) und trainiert Kooperation und Konfliktaustragung. Im Ergebnis werden Verständnis für komplexe politische Inhalte geweckt, Möglichkeiten und Grenzen der parteipolitischen Interessendurchsetzung in einem parlamentarischen System aufgezeigt, und das Interesse für politische Information und politische Partizipation im Alltag gestärkt.

Das Planspiel verknüpft so das Erlernen sozialer und fachlich-thematischer Kompetenzen.


02.01.2008: Düsseldorfer Schüler im Bundestag

Der Düsseldorfer Hakan Östen vom Geschwister-Scholl-Gymnasium tauschte diese Woche seine Schulbank gegen einen Platz im Plenum. Karin Kortmann lud ihn ein, am Planspiel „Jugend und Parlament“ teilzunehmen. Rund 300 Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 20 aus ganz Deutschland kamen diese Woche nach Berlin und erhielten vier Tage lang hautnah einen Einblick in die Arbeit des Deutschen Bundestages. Sie schlüpften in die Rolle von Bundestagsabgeordneten, erhielten andere Namen und sind fiktiven Fraktionen zugeordnet. Hakan Östen war begeistert von der Möglichkeit den Bundestag von innen zu sehen und auf den Stühlen der PolitikerInnen Platz. „In der Schule lernen wir theoretisch wie das Parlament funktioniert, aber es ist doch etwas anderes, wirklich vor Ort zu sein und es direkt zu erfahren.“

Die Jugendlichen spielten fiktive Gesetzgebungsverfahren an Originalschauplätzen im Reichstagsgebäude und im Paul-Löbe Haus durch. Am Dienstag stand die abschließende Beratung im Plenum an, nachdem die Gesetzentwürfe am Tag zuvor in den Ausschüssen beraten wurden. Die Leitung der Plenarsitzung übernahmen Wolfgang Thierse und die anderen Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages.


Ein Erfahrungsbericht: Jugend und Parlament 2007

Von Svenja Gehm
Ein Planspiel bei dem 308 Jugendliche an original Schauplätzen in die Rollen von Abgeordneten schlüpfen. Nähere Vorstellungen konnte ich mir davon nicht machen. Nichtsdestotrotz ein verlockendes Angebot. Ich bewarb mich bei der SPD-Abgeordneten Karin Kortmann, welche einen Rundbrief an Düsseldorfer Schulen geschickt hatte. Auf die Zusage folgte bald meine Zugreise, und damit vier Tage in Berlin bzw. im Bundestag. Zur Einweisung gab es nicht nur Informationen über die vier fiktiven Gesetzesentwürfe, sondern auch eine neue, zugeloste Biographie, politische Gesinnung inklusive. Als Identifizierungshilfe gab man seiner fingierten Persönlichkeit selber einen Namen. Ein Teilnehmer nannte sich passender Weise Gustav Gesetzteskenner.

Von den Akteuren hatten sich nicht alle beworben. Ein Großteil, vor allem der konservativen, realen Politiker haben gezielt Parteimitglieder eingeladen. Besonders den CSU-Mitgliedern schien es schwer zu fallen sich auf das Spiel und damit auf ihre neue politische Attitüde einzulassen. Die persönlichen Tendenzen kamen natürlich auch zum Vorschein als man sich in seinen Landesgruppen zusammenfand.

In der Arbeiterpartei Deutschlands (das Gegenstück zur SPD) Landesgruppe Nord wurde ich zunächst über Abläufe und Spielregelen aufgeklärt. Dies übernahmen Mitarbeiter des Besucherdienstes, welche uns den gesamten Aufenthalt über mit Rat und Tat beiseite standen.

Nachdem über Landesgruppenvorsitzende und Schriftführer abgestimmt worden war, wählten wir bei der ersten Fraktionssitzung unseren Vorsitzenden. Innerhalb der APD waren die Diskussionen oft kontrovers, die Vorgehensweisen jedoch selten professionell. Dies äußerte sich unter anderem dadurch, dass wir die erste Fraktionssitzung vornehmlich damit zubrachten, über die Zulassung der Presse zu Debatieren.

In den Arbeitsgruppen zu den vier Themen, EU-Beitritt von Balkonien, EU-weite Datenübermittlung, EU-Führerschein und der Immissionsschutz in Deutschland war das Arbeiten durch kleine Gruppen wesentlich unkomplizierter.

Sehr interessant war es, das Auftreten der verschiedenen Parteien in den Ausschusssitzungen zu beobachten. Als Ausschussvorsitzende musste ich eine neutrale Rolle einnehmen und konnte das Geschehen von außen betrachten. Da die Parteistärken originalgetreu waren, erinnerte es stark an die momentane politische Situation in Deutschland. Die große Koalition, gezwungen zu Kompromissen, welche die Volksparteien selbst nicht zufrieden stimmt. Die Oppositionsparteien, noch halbwegs ihren Idealen treu, bei ihren Vorhaben etwas verändern zu wollen jedoch konsequent überstimmt werden.

Abends, wenn wir fernab von unseren vorgegebenen Parteiverpflichtungen bei einem Bier im Hackeschen Markt zusammensaßen war das Thema auch oftmals Politik. Doch es war schön zu sehen wie sich so manches Mal trotz politischer Antipathie menschliche Sympathie entwickelte. Meiner Meinung nach wurden die Ziele der Veranstaltung erreicht, denn die Gesetzesvorgänge sind für die Teilnehmer transparenter geworden und sie haben durch das gemeinsame Arbeiten ihre Toleranz erweitert.

Die vier Tage waren ein außergewöhnliches, bereicherndes Erlebnis, welches ich für alle, die an Politik und Menschen interessiert sind nur weiterempfehlen kann.

18.06.2007: Deutscher Bundestag erhält Zuwachs aus Düsseldorf

Bis gestern tagten im Bundestag die Mitglieder von „Jugend und Parlament“. Karin Kortmann, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Düsseldorfer Süden, hat die Schülerin Svenja Gehm aus Düsseldorf in dieses Parlament „gewählt“ und ihr die Reise nach Berlin ermöglicht.

Vier Tage erprobten sich über 300 Jugendliche aus ganz Deutschland als Abgeordnete eines fiktiven Parlaments an Originalschauplätzen. Reale Bundestagsabgeordnete haben sie aus ihren Wahlkreisen eingeladen, an dem großangelegten Planspiel „Jugend und Parlament“ vom Samstag, 16. Juni bis heute, 19. Juni 2007 teilzunehmen. Für Düsseldorf schlüpft die 17jährige Schülerin Svenja Gehm in die ungewohnte Rolle.

„Die junge Frau bekommt die einmalige Chance, Fraktions- und Ausschusssitzungen nachzuspielen, mit den anderen ‚Abgeordneten’ breit zu diskutieren und im besten Fall Mehrheiten zu organisieren. Im großen Plenarsaal des Bundestages werden sie heute ihre Beschlüsse verabschieden. Hier können die Jugendlichen Politik wirklich hautnah erleben!“, so Karin Kortmann zu der von ihr vorgeschlagenen Schülerin.

Svenja Gehm erarbeitet in diesem Jugendparlament einen Gesetzentwurf zum hochaktuellen Thema der datenschutzrechtlichen Bestimmungen auf EU-Ebene.

Die Schülerin freut sich über ihre Teilnahme an dem Planspiel: „Die Tage in Berlin haben mir sehr gut gefallen. Aber ich hätte nicht gedacht, dass das Leben einer Politikerin so anstrengend ist.“

 

Kontakt Düsseldorf

Karin Kortmann
Friedberger Weg 26
40229 Düsseldorf
Fax: 02 11 / 200 31 31 5
E-Mail