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Wasser- und Sanitärversorgung

Eine Frage des Überlebens


@ Günter Z. / pixelio.de
Etwa 1,1 Milliarden Menschen haben weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Rund 2,6 Milliarden Menschen leben ohne angemessene sanitäre Basisversorgung.

Das heißt, mehr als ein Drittel der Bevölkerung sind auf öffentliche Latrinen oder gar Eimer angewiesen. Verschmutztes Trinkwasser, inadäquate Sanitärversorgung und mangelhafte Hygiene sind die Hauptursachen für Durchfallerkrankungen und Wurminfektionen. An Durchfall sterben jedes Jahr 1,5 Millionen Menschen. Schmutziges Wasser macht jedoch nicht nur krank sondern schränkt auch zukünftige Wasserressourcennutzungen ein. Ungeklärte Abwasser verschmutzen Grundwasser, Flüsse und Seen und gefährden die natürliche Flora und Fauna in erheblichem Maße.

Nachhaltige Wasser- und Sanitärversorgung sind die elementare Grundlage für Gesundheit und menschenwürdige Lebensbedingungen. Viele Entwicklungs- und Schwellenländer können diese aber nicht garantieren: ihre technischen Systeme sind häufig zu desolat und nur privilegierte Menschen können mit einwandfreiem Trinkwasser und angemessenen Sanitärsystemen bedient werden. Trotz starker Verbesserungen verfügen zum Beispiel in Südasien zwei Drittel der Bevölkerung nicht über Toiletten und eine Abwasserentsorgung. In den afrikanischen Staaten südlich der Sahara waren 1990 74 Prozent der Menschen ohne Sanitärversorgung, 2006 waren es noch immer 69 Prozent.

Wenn das siebte Millenniumsentwicklungsziel erreicht werden soll - bis 2015 den Anteil der Menschen um die Hälfte senken, die keinen nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung haben -  dann müssen bei der Wasser- und Sanitärversorgung und dem Wasserressourcen-Management erheblich größere Erfolge als bisher erzielt werden. Deshalb riefen die Vereinten Nationen 2008 zum Internationalen Jahr für Sanitärversorgung aus.

Sauberes Wasser ist die Grundlage allen Fortschritts. Die Wasserver- und Abwasserentsorgung stellt daher eine wichtige Aufgabe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit dar. Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt mit durchschnittlich 350 Millionen Euro im Jahr Programme und Projekte in diesem Bereich. Zusätzlich führt die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums in 24 Ländern Capacity Development-Vorhaben zur Verbesserung der Sanitärversorgung mit einem Volumen von knapp 60 Mio. Euro durch. Von der Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung, die allein durch die Mittel der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit erreicht wird,  profitieren weltweit 70 Millionen Menschen.

Downloads

Wasserversorung

UN: Bericht über die Menschliche Entwicklung 2006 – Nicht nur eine Frage der Knappheit: Macht, Armut und die globale Wasserkrise

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Wasserversorung

Bundesregierung: Magazin Entwicklungspolitik - Sanitäre Grundversorgung (2008)

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Wasserversorung

BMZ: Sektorkonzept Wasser (2006)

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